VGG Gelnhausen 1 – Eintracht Frankfurt II 1:3 (23:25, 17:25, 25:16, 19:25)

Nach den ersten schweren Wochen in der Oberliga empfing die heimische Volleyballmannschaft am Schelmenmarktsonntag die Spielerinnen aus Frankfurt, die nach den ersten drei Spieltagen mit Hanau um den ersten Tabellenplatz konkurrierten. Erneut stark ersatzgeschwächt gingen die Gelnhäuserinnen dennoch selbstbewusst und stark konzentriert ins Spiel, sodass sie zunächst in Führung gingen. Die fehlende Trainingszeit, die Absprachen und Kooperationen hätten erleichtern sollen, führten jedoch zu einem hautengen Satzausgang, den die Frankfurterinnen für sich entschieden. Mit auf lief Judith Timpe, die den gequälten Kader im Mittelblock unterstützte. „Judith hat sich super eingegliedert, obwohl sie nur ein Training absolviert hat und die Mannschaft in diesem Zusammenspiel nicht kennt,“ lobte die Trainerin Lilli Sokolowski. Im zweiten Satz punkteten die Gäste insbesondere durch ihren sehr variablen und leistungsstarken Angriff. Nach einer erneuten Durststrecke in diesem Satz konnten jedoch im folgenden Satz die Kräfte noch einmal mobilisiert werden und das Zusammenspiel führte schnell zu einem sicheren Punktgewinn gegenüber der Eintracht. Diesen Abstand sicherte die VGG und bewies starke Nerven, sodass der dritte Satz an die Heimmannschaft ging und das gesamte Spiel wieder offen war. Doch im vierten und letzten Satz spielten die Gäste ihre Stärken aus, was schlussendlich zum Sieg führte. „Das Spiel fühlte sich heute schon wieder sehr viel besser an,“ diagnostizierte Zuspielerin Karo Walter. „Die Frankfurterinnen sind ein starkes Team und wir sind mit dem Ausgang durchaus zufrieden. Wir konnten mithalten, haben aber in entscheidenden Momenten die letzten Körner nicht mehr gehabt. Im Rückspiel kann das schon ganz anders aussehen,“ avisierte die Außenangreiferin Shirley Freund, die aufgrund privater Gründe zunächst zum vorerst letzten Mal im Trikot der VGG auflief. „Die kommenden Wochen stehen bei uns im Zeichen der Genesung. Wir arbeiten an einer soliden und umfassenden Rekonvaleszenz, sodass wir hoffentlich ab November wieder mit dem ursprünglich angedachten Kader auflaufen können und dann machen wir die Liga von hinten unsicher,“ versprach die verletzte Mannschaftssprecherin Gitte Jakob-Ossinger. „Wir liegen aktuell auf dem siebten Platz. Wenn das so bleibt oder gar ausgebaut wird, sind wir glücklich. Als Aufsteiger ist das eine solide Leistung.“

Es spielten: Karo Walter, Birte Hensel, Judith Timpe, Janne Werner, Tamara Brandner, Shirley Freund, Sina Oetterer, Stefanie Landau, Lilli Sokolowski