VGG Gelnhausen – VfL Marburg 1:3 (18:25, 13:25, 25:21, 12:25)

Die ersten Wochen in der Oberliga waren für die Damen 1 der VGG Gelnhausen sehr zäh und es waren insbesondere starke Nerven gefordert bei der Verletzungslage des Teams. Das letzte Auswärtsspiel gegen den TSV Hanau musste sogar abgesagt werden, da lediglich vier Spielerinnen hätten auflaufen können. „Diese Spielabsage hat uns natürlich geschmerzt,“ so Trainerin Lilli Sokolowski. „Zum einen können wir am Ende der Saison jeden Punkt und jeden Satz gebrauchen, zum anderen ist das Derby gegen die Hanauerinnen natürlich spannend. Aber es war nichts zu machen. Da unsere anderen Frauenmannschaften ebenfalls große Verletzungsprobleme hatten, konnten wir nicht noch dort Spielerinnen abzweigen.“ So musste die Damenmannschaft die Wertung von 0:3 Sätzen mit 0:75 Punkten hinnehmen.

Umso mehr bestand am vergangenen Sonntag die Pflicht, den Gästen aus Marburg zu beweisen, dass die Damen aus Gelnhausen noch lange nicht aufgegeben haben. Unterstützt von der Außenangreiferin Karin Schütz (VGG Damen III) konnten nach einer mehrwöchigen Pause einige genesene Spielerinnen wieder gesundet aufwarten, doch merkte man sicherlich das teilweise fehlende Training in Fitness und Zusammenspiel. Insbesondere im Abschluss fehlte das letzte Quäntchen Schlagkraft, um die sehr gute Abwehr der Universitätsstädterinnen ins Straucheln zu bringen. Dem entgegen wartete der VfL mit einer sehr guten Diagonalangreiferin auf, die nicht nur den heimischen Libero Sina Oetterer stark forderte. Hinzu kamen auf Marburger Seite sehr starke und gut platzierte Angaben, die die Barbarossastädterinnen sogleich unter Druck setzten und einen starken Angriff immer wieder verhinderten. Die ersten zwei Sätze gingen so klar und verdient an die momentan Zweiplatzierten. Im dritten Satz spielten die Gäste dann mit der zweiten Garde auf, was die Gelnhäuser Frauen zu ihren Gunsten ausnutzten und auch nach den Einwechslungen der stärkeren Spielerinnen auf der gegnerischen Seite nicht mehr aus der Hand gaben. So konnte die erste Damenmannschaft den dritten Satz gewinnen. Um gar nicht in die Gefahr eines Tie-Breaks zu gelangen, spielten die Gäste anschließend wieder mit den besten Spielerinnen auf, gegen die in dem Moment kein Kraut gewachsen war.

„Die Leistung macht Hoffnung für die nächsten zwei Wochenenden,“ so die eingesprungene Ersatztrainerin Shirley Freund. „Am kommenden Sonntag geht es in die Landeshauptstadt. Die Wiesbadenerinnen liegen in der Tabelle einen Platz vor uns und das ist momentan machbar. Am darauffolgenden Adventssonntag laden wir die Letztplatzierten aus Kassel von der TG Wehlheiden zu uns in die Halle ein und versuchen die Hinrunde für uns positiv abzuschließen.“

Für die VGG 1 spielten: B. Hensel, G. Jakob-Ossinger, S. Landau, K. Mecke, S. Oetterer, K. Schütz, L. Sokolowski, V. Völker, K. Walter